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Langweile?
Kaum zu glauben, aber es war nie wirklich langweilig!
Schließlich waren wir auch nicht allein im Zug, sondern hatten
beste Gesellschaft!
Der Großteil der Mitreisenden waren allerdings Chinesen und
Mongolen, mit welchen sich die Verständigung recht schwierig
gestaltete (was nicht heißen soll, daß wir es nicht getan
haben).
Etwas besser klappte es hingegen mit den paar Europäern, die
sich außer uns noch hierher "verirrt" hatten.
Wenn wir mit denen mal gerade nicht über Gott und die Welt
redeten oder feierten (was aber meistens der Fall war), vertrieben
wir uns die Zeit mit Lesen und Kartenspielen, planten die Weiterreise
oder schauten einfach nur aus dem Fenster...
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Blick aus dem Fenster |

Treiben auf dem Bahnsteig |
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Je weiter wir in den Kontinent eindrungen, desto tiefer fielen
die Temperaturen.
Am kältesten war es in Ulan Bator mit -20°C.
Im Zug selbst war es dagegen immer gemütlich warm. Jeder Wagen
hatte einen eigenen Heizkessel.
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Da bei solchen Witterungen reichlich geheizt werden mußte,
wurde an jedem Bahnhof für Nachschub gesorgt.
Der Aufenthalt dauerte jeweils so lange, bis alle Wagen versorgt
waren.
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Im Verlauf der Weiterreise fuhren wir ca. 2 Stunden direkt am
Ufer des Baikalsees entlang, der (obwohl er um diese Jahreszeit
noch zugefroren war) einen fantastischen Anblick bot.
(nochmal
die Karte?)
Wenige Stunden später erreichten wir die mongolische Grenze.
Den ganzen darauffolgenden Tag fuhren wir quer durch die Wüste
Gobi, sahen vereinzelt Jurten und skurril wirkende kleine Ansiedlungen,
Pferde, Kühe und Kamele, meist aber nur den rotbraunen Wüstensand.
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Jurten in der Mongolei |

Sainshand - größte Stadt in der Wüste
Gobi |
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Auf den letzten Kilometern der rekordverdächtigen Bahnreise
konnten wir bereits ein erstes Mal den Anblick der Chinesischen Mauer
genießen.
Eine bessere Einstimmung auf den folgenden Aufenthalt in China konnte
es nicht geben, dies ließ uns sogar die Wehmut über das
baldige Ende der Zugfahrt vergessen.
Am Nachmittag des siebenten Tages kamen wir pünktlich (!) in
Peking an. Daran sollte sich die Deutsche Bahn mal ein Beispiel nehmen
...
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